Onboarding Checkliste: neue Mitarbeiter richtig starten

Blasko Sarcevic

Blasko Sarcevic

Veroeffentlicht

Eine fertige Onboarding-Checkliste fuer neue Mitarbeiter: mit einem Klick als Text kopieren, ins Projekttool oder geteilte Dokument einfuegen, und jede Einstellung folgt demselben Ablauf. Darunter: was jede Phase abdecken muss, wer welchen Schritt verantwortet und wo Onboarding typischerweise scheitert.

Thema

Onboarding-Checkliste mit Phasen vom ersten Tag bis 90 Tage, jeder Schritt mit Verantwortlichen

Die Checkliste: vier Phasen, jeder Schritt mit Verantwortung.

Onboarding Checkliste

Vor dem ersten Tag

  • Unterschriebener Vertrag und Unterlagen fuer die Lohnabrechnung liegen vorHR
  • Hardware bestellt, Arbeitsplatz oder Remote-Setup vorbereitetIT
  • Zugaenge angelegt: E-Mail, Chat, HR-System, UrlaubstoolIT
  • Willkommens-E-Mail mit Startzeit, Ort oder Link und AgendaHR
  • Buddy oder Mentor:in benanntFuehrungskraft
  • Plan fuer die erste Woche erstelltFuehrungskraft

Erster Tag

  • Begruessung und Vorstellung im TeamFuehrungskraft
  • Rundgang vor Ort oder remote: Tools, Kanaele, wo man was fragtBuddy
  • Sicherheit und Zugaenge: Passwoerter, 2FA, VPNIT
  • Regeln erklaert: Arbeitszeiten, Urlaubsregelung, KrankmeldungHR
  • Erste kleine Aufgabe oder Starterprojekt uebergebenFuehrungskraft

Erste Woche

  • 1:1 mit der Fuehrungskraft: Rolle, Erwartungen, ErfolgskriterienFuehrungskraft
  • Schluesselpersonen kennenlernen: Intro-Termine geplantBuddy
  • Teamprozesse erklaert: Meetings, Reviews, AbnahmenFuehrungskraft
  • Urlaubskonto und Antragsflow im Urlaubstool gezeigtHR
  • Check-in am Wochenende: Fragen, Blocker, erste EindrueckeFuehrungskraft

30 / 60 / 90 Tage

  • Tag 30: Ziele-Review, Feedback in beide Richtungen, SchulungsbedarfFuehrungskraft
  • Tag 60: erstes eigenes Projekt von Anfang bis EndeFuehrungskraft
  • Tag 90: Entwicklungsgespraech und Plan fuer die naechsten MonateFuehrungskraft
  • Probezeit-Entscheidung dokumentiert (falls zutreffend)HR
  • Onboarding-Feedback: was lief gut, was verbessern wirHR

Jeder Schritt hat eine verantwortliche Person: Schritte ohne Verantwortliche werden uebersprungen.

Kopiert eine Textversion, die du in E-Mail, Dokument oder Projekttool einfuegen kannst.

Was gehoert in eine Onboarding-Checkliste?

Eine vollstaendige Onboarding-Checkliste deckt vier Phasen ab. Vor dem ersten Tag: die Unterlagen (unterschriebener Vertrag, Daten fuer die Lohnabrechnung), Hardware und Zugaenge, eine Willkommens-E-Mail mit den praktischen Details und ein benannter Buddy, damit der erste Tag eine Begruessung ist und keine IT-Ticket-Warteschlange. Der erste Tag: Vorstellung im Team, Rundgang durch Tools und Kanaele, Sicherheitsgrundlagen und die Regeln, also Arbeitszeiten, Urlaubsregelung und Krankmeldung. Die erste Woche: das 1:1 mit der Fuehrungskraft zu Rolle und Erwartungen, Kennenlern-Termine mit Schluesselpersonen, Teamprozesse und eine erste kleine Aufgabe. Danach 30-60-90 Tage: Ziele-Review nach 30, ein eigenes Projekt nach 60 und das Entwicklungsgespraech nach 90 Tagen, rechtzeitig vor Ende der Probezeit. Zwei Regeln entscheiden, ob die Checkliste funktioniert: Jeder Schritt hat eine verantwortliche Person (HR, IT, Fuehrungskraft oder Buddy), und die Liste lebt dort, wo gearbeitet wird, nicht im Ordner.

So nutzt du die Checkliste

Oben auf "Checkliste kopieren" klicken und die Textversion ins Projekttool, ein geteiltes Dokument oder die E-Mail an die Fuehrungskraft einfuegen. Jede Phase bekommt ein Datum relativ zum Starttag; jeder Schritt behaelt seine Verantwortlichen-Markierung: HR, IT, Fuehrungskraft oder Buddy.

Pro Einstellung einmal durchlaufen, nicht aus dem Gedaechtnis. Uebersprungen werden immer die Schritte ohne Verantwortliche: die Urlaubsregelung, die niemand erklaert hat, der Buddy, den niemand benannt hat, das 30-Tage-Gespraech, das still zum 90-Tage-Gespraech wurde.

Wer welchen Schritt verantwortet

Onboarding scheitert in den Luecken zwischen Abteilungen, deshalb benennt die Checkliste je Schritt eine verantwortliche Person:

Verantwortungs-Landkarte der Onboarding-Checkliste
VerantwortlichTypische Schritte
HRUnterlagen, Willkommens-E-Mail, Regeln und Urlaubskonto, Feedback und Probezeit-Dokumentation
ITHardware, Zugaenge, Sicherheitsgrundlagen: fertig vor dem ersten Tag, nicht waehrend
FuehrungskraftErwartungen, erste Aufgaben, 1:1s, die 30-60-90-Gespraeche
BuddyDie informelle Ebene: Rundgang, Kennenlern-Termine, die Fragen, die man der Chefin nicht stellt

Der Urlaubs-Schritt, den die meisten Checklisten vergessen

Irgendwann in der ersten Woche muss jemand die neue Person im Urlaubssystem einrichten: Welche Regelung gilt, wie hoch ist der anteilige Anspruch beim Start mitten im Jahr, und wie laeuft die Genehmigung. Wird das uebersprungen, kommen die Fragen im zweiten Monat zurueck, als Streit ueber falsche Salden, nicht erfasste Abwesenheiten und Genehmigungen aus dem Gedaechtnis.

In Time-Out Zone sind das drei Schritte, die Minuten dauern: Person einladen (oder einen ganzen Jahrgang per CSV importieren), die zugewiesene Regelung berechnet den anteiligen Anspruch automatisch, und Altsalden aus dem vorherigen System kommen als Anfangssaldo dazu. Der Checklisten-Punkt schrumpft dann auf: der neuen Person zeigen, wo sie Urlaub beantragt.

Urlaubs-Dashboard einer neuen Mitarbeiterin mit Saldo und Antrags-Button, eingerichtet im Onboarding
Urlaubs-Setup ab Tag eins: Regelung zugewiesen, Saldo sichtbar, Antraege moeglich.

30-60-90: die Phase, die ueber Bleiben entscheidet

Die ersten Wochen klaeren die Logistik; die ersten Monate entscheiden, ob die Person bleibt. Das 30-Tage-Gespraech prueft die Richtung: Stimmen die Ziele, passt die Einarbeitung. Nach 60 Tagen uebernimmt die Person das erste eigene Projekt. Das 90-Tage-Gespraech ist das ehrliche: Leistung, Passung, Entwicklungsplan, und rechtzeitig vor Ablauf der Probezeit die dokumentierte Entscheidung.

Alle drei Termine gehoeren am ersten Tag in den Kalender. Geplante Gespraeche finden statt; beabsichtigte nicht.

Redaktionelle Checkliste mit Prozess-Leitfaden. Schritte an das eigene Unternehmen anpassen; Probezeitregeln und Pflichtunterlagen unterscheiden sich je nach Vertrag und Tarif.

Haeufige Fragen

Ist die Onboarding-Checkliste kostenlos?
Ja. Mit dem Button oben als Text kopieren und in Dokument, E-Mail oder Projekttool einfuegen. Kein Download, keine Anmeldung.
Wie lange dauert gutes Onboarding?
Plane 90 Tage, nicht eine Woche. Die Logistik passt in die ersten Tage, aber Ziele, Feedback und das erste eigene Projekt brauchen den 30-60-90-Bogen, passend zur ueblichen sechsmonatigen Probezeit.
Wer ist fuer das Onboarding verantwortlich?
Geteilte Verantwortung mit benannten Schritten: HR steuert Unterlagen und Regeln, IT bereitet Zugaenge vor dem ersten Tag vor, die Fuehrungskraft verantwortet Erwartungen und Gespraeche, ein Buddy die informellen Fragen.
Was muss im Urlaubssystem eingerichtet werden?
Die geltende Urlaubsregelung, der anteilige Anspruch beim Start mitten im Jahr, ein Anfangssaldo fuer mitgebrachte Resttage und eine kurze Einweisung, wie Antraege gestellt werden.

Ueber den Autor

Blasko Sarcevic

Blasko Sarcevic

Gruender, Time-Out Zone

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Blasko schreibt ueber Urlaubsverwaltung, Richtliniengestaltung und den Betrieb von Abwesenheitsprozessen im grossen Massstab.

Weiterfuehrend

Den ganzen Jahrgang in Minuten onboarden

Time-Out Zone uebernimmt die Urlaubs-Seite des Onboardings: neue Mitarbeitende einladen oder per CSV importieren, Regelungen mit anteiligen Salden zuweisen und Altsalden aus dem alten System uebernehmen.